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Eine Krebserkrankung hat oft auf das ganze Leben der Betroffenen und Angehörigen weitreichende Auswirkungen auch im psychischen und sozialen Bereich. Die somatischen und psychosozialen Zusammenhänge sind komplex und vielseitig. Das Leben wird mitunter existentiell in Frage gestellt. Das Fachgebiet der Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen der Erkrankung und den Auswirkungen auf das gesamte Leben und bietet den Betroffenen und Angehörigen zielgerichtet Unterstützung bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation. Die Schweizerische Gesellschaft für Psycho-Onkologie wurde gegründet, damit dieser Bereich der Unterstützung von Krebskranken professionalisiert und bekannt gemacht werden kann.

Sendung PULS über Psychoonkologie vom 5.9.2016

Psychoonkologie - Hilfe für die leidende Seele im kranken Körper

Die Diagnose «Krebs» ist ein gewaltiger Schock mit weitreichenden Auswirkungen auf das Leben von Betroffenen und Angehörigen. Krankheit und Therapie belasten nicht nur den Körper, sondern häufig auch die Psyche. Unterstützung bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation bietet die Psychoonkologie. «Puls»-Recherchen zeigen: Zu solchen Angeboten haben nicht alle Hilfsbedürftigen Zugang.
Eine Krebserkrankung belastet Körper und Geist. Die Psychoonkologie bietet den Betroffenen Unterstützung bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation. Leider haben hierzulande aber nicht alle Belasteten Zugang zu einem Angebot.
Jährlich erkranken in der Schweiz rund 37‘000 Menschen an Krebs und ca. 16‘000 Betroffene sterben an der Krankheit.

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Umgang mit einer Krebs-Diagnose

Eine Krebserkrankung hat oft weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Leben der Betroffenen und Angehörigen. Häufig belasten die Krankheit und die teilweise schweren Nebenwirkungen der Behandlung nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Das Leben wird mitunter existentiell in Frage gestellt.
Am häufigsten sind die sogenannten psychischen Anpassungsstörungen an die schwierige Lebenssituation, gefolgt von Depressionen und Angststörungen. Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Krebspatienten im Verlauf psychisch so stark belastet ist, dass sie professionelle Hilfe brauchen.

Professionelle Hilfe
Viele Kliniken bieten mittlerweile denn auch psychologische Hilfe an, sogenannte Psychoonkologie. Speziell ausgebildete Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten helfen den Patienten, ihr emotionales Gleichgewicht wiederzuerlangen und sich in der veränderten Lebenssituation zurechtzufinden. Dabei kann bereits eine kurze Beratung im Rahmen weniger Gespräche helfen, andere benötigen längerfristige Psychotherapien und möglicherweise sogar Psychopharmaka.
So sind es denn auch die Bedürfnisse der Krebspatienten, die die psychoonkologische Betreuung bestimmen: Manche Patienten wollen alternative Umgangsformen im Alltag versuchen, andere bevorzugen zu lernen, mit schwierigen Situationen gelassener umzugehen. Psychoonkologen helfen, Dinge besser zu verstehen und für sich zu ordnen oder auch Bilanz zu ziehen.
Die Angebote der Psychoonkologie richten sich nicht ausschliesslich an die Krebspatienten, sondern auch an deren Angehörige. Denn auch das nahe Umfeld der Erkrankten braucht mitunter Unterstützung bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation.

Anerkannter Nutzen
Die Psychoonkologie ist in der Fachwelt unbestritten und gehört heute mit zu einem umfassenden Therapieangebot bei Krebs. Der Auf- und Ausbau der psychoonkologischen beziehungsweise psychosozialen Betreuung ist somit auch Teil der «Nationalen Strategie gegen Krebs 2014-2017» (NSK) von Bund und Kantonen.
Darin werden Wege für die Versorgung und Betreuung von Krebskranken aufgezeigt. So gibt die Strategie unter anderem als Ziel vor, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz Anspruch auf eine psychosoziale und palliative Betreuung haben, dass schweizweit gleiche Standards und Qualitätskriterien bestehen und dass Angebote in allen Regionen vorhanden und die Nutzung für alle zugänglich ist (NSK 2014-2017, S.17).

Mehr zum Thema

Wie weit diese hehren Ziele in der Schweiz schon erreicht sind, kann zurzeit allerdings niemand sagen.

Fehlende Daten
Es beklagen sich jedoch immer wieder Betroffene, dass sie entweder keinen Zugang zu einer psychoonkologischen Betreuung hatten oder dass sie über bestehende Angebote nicht informiert wurden. Ob es sich dabei um bedauernswerte Einzelfälle oder um die Regel handelt, kann niemand sagen, denn es fehlen schweizweite Daten über Anzahl und Qualität der psychoonkologischen Angebote.
Dieser Mangel soll nun im Rahmen der Nationalen Strategie gegen Krebs behoben werden. Zurzeit laufen zwei Projekte, die den Umfang und die Qualität der Angebote erheben sollen.
An Tumorzentren ist die psychoonkologische Betreuung mittlerweile bereits Voraussetzung für die Qualitätszertifizierung. Universitäts- und grosse Kantonsspitäler bieten denn auch fast alle psychoonkologische Betreuung an. In urbanen Gebieten gibt es auch private Anbieter. Diese sind jedoch häufig auf Wochen hinaus ausgebucht.
Experten vermuten, dass eine Unterversorgung vor allem in ländlichen Gebieten bestehe. Ein allfälliger Missstand kann jedoch erst behoben werden, wenn endlich konkrete Zahlen auf dem Tisch liegen.

Aktuell

Das Kantonsspital Aarau sucht zur Erweiterung unseres aktuellen Teams im Fachbereich Psychosomatik/Psychoonkologie suchen wir per 1. Juli 2016 oder nach Vereinbarung eine/n  Psychologische/n Psychotherapeut/in 60-80%.

Das Kantonsspital Aarau sucht zur Erweiterung unseres aktuellen Teams im Fachbereich Psychosomatik/Psychoonkologie per 1. Oktober 2016 oder nach Vereinbarung eine/n  Psychologische/n Psychotherapeut/in 60-80%.  

Das Palliativzentrum Hildegard ist eine spezialisierte stationäre Palliative Care Klinik in Basel. Zur Ausbau der Psychologischen Betreuung und Verstärkung des interprofessionellen Teams wird, per sofort oder nach Vereinbarung einen Psychologen/Psychologin 80% mit Weiterbildung in Psychotherapie und Weiterbildung und Erfahrung in Psychoonkologie oder Palliative Care gesucht. 

Das Bürgerspital Basel - Das Angebot der Reha Chrischona ist im Raum Basel wegweisend in der Rehabilitation für Patientinnen und Patienten aus den Bereichen Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin und Onkologie. Wir freuen uns auf Ihre kompetente Unterstützung als Psychoonkologische Therapeutin / Therapeut oder Psychologin / Psychologe 50–80 %. 

Psychoonkologische Interventionssammlung:
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